Wenn Sie neu im Bereich der Motorprogrammierung sind, und wenn sie in die Facebook-Gruppe „AutoTuner Community“ eingeladen wurden, werden Sie schnell mit englischen Fachbegriffen konfrontiert, die sehr komplex erscheinen können. Zur Einarbeitung und für ein besseres Verständnis haben wir dieses kleine Glossar ausgearbeitet, das Ihnen ermöglicht, die häufig in unserer Community verwendeten Konzepte und Begriffe kennenzulernen.
Willkommen in unserer Community!
OBD (On Board Diagnostic):
Es handelt sich um eine Diagnose, die im Allgemeinen unterhalb des Lenkrads durchgeführt wird. Der Begriff OBD wird außerdem im Rahmen einer Lesemethode des Motorsteuergeräts des Fahrzeugs verwendet.
ECU (Electronic Control Unit):
Es handelt sich um das Motorsteuergerät eines Fahrzeugs.
TCU (Transmission Control Unit):
Es handelt sich um das Steuergerät des Fahrzeuggetriebes.
Gateway:
Es handelt sich um ein elektronisches Steuergerät, das alle Steuergeräte im Fahrzeug zentral verwaltet.
Secure Gateway:
Es gibt nun gesicherte Gateways, d.h. Gateways, die eine Authentifizierung erfordern, um auf die verschiedenen Steuergeräte zuzugreifen. Um diese zu umgehen, ist es häufig notwendig, ein Kabel oder eine Box zu verwenden, die als SGW Bypass bezeichnet werden.
Bench:
Eine Methode zum Trennen des Fahrzeugsteuergeräts, um es direkt über ein spezifisches Kabel mit den Kontakten des Steuergeräts zu verbinden, was das Lesen und Schreiben der Motorkalibrierung ermöglicht.
Boot:
Eine Technik, die der Bench-Methode ähnelt, jedoch das Öffnen des Steuergeräts und den direkten Anschluss an die Kontakte des Prozessors für die Motorkalibrierung beinhaltet. Für diese Arbeiten empfehlen wir die Nutzung des entsprechenden Probes sowie eines Positioning Frames.
Remote Unlock:
Versenden eines Motorsteuergeräts (ECU) für eine Entriegelung, das anschließend eine Programmierung durch OBD-Diagnose oder OBD in der Tabelle ermöglicht.
Backup:
Vollständiges Sichern der Daten eines Motorsteuergeräts, inklusive aller Speicher.
Calibration:
Bereich der Datei (oder des Dumps) mit änderbaren Dateien, z.B. zur Anpassung der Motorleistung.
Dump / Hexdump / File / Datei:
Vollständige Kopie der Software des Steuergeräts, änderbar über eine Bearbeitungssoftware, z.B. WinOLS.
WinOLS:
Bearbeitungssoftware für die Motorkalibrierung, bekannt für die Fähigkeit, die Leistung zu steigern. Es gibt auch andere Software, aber WinOLS ist die beste und leistungsstärkste.
Checksum:
Digitaler Wert zur Sicherstellung aller Daten. Er ist notwendig zur Neuberechnung der Motorkalibrierung nach jeder Änderung, damit der Start des Fahrzeugs gewährleistet werden kann.
DTC:
Data Trouble Codes. Sie identifizieren die Fehler im Motorsteuergerät, z.B. „P0420“ für ein Problem mit dem Katalysator. Der neue Start durch das Tool AutoTuner ermöglicht ein Löschen dieser Codes.
Datalogging / Datalog:
Das Datalogging, auch bekannt als Datalog, beschreibt das Sammeln von Daten zu verschiedenen Parametern. Das Tool AutoTuner ermöglicht die Speicherung vorab definierter Parameter während des Fahrens des Fahrzeugs, sodass sein Zustand bewertet werden kann. Zu den gespeicherten Parametern gehört der Druck des Turbos, die Beleuchtung, die ein Spritzdauer usw.
Master:
Das Tool AutoTuner ist in zwei Ausführungen verfügbar. Das Master Tool ist für Experten gedacht, welche die Parameter der Motorkalibrierung ändern können. Es bietet auch die Möglichkeit für Nicht-Experten, je nach Spezifikationen zwischen verschiedenen Dateianbietern auszuwählen. Die vom Tool gelesene Datei ist eine Binärdatei, und ihre Daten sind änderbar.
Slave (+ Slave-Datei):
Das Tool AutoTuner ist auch in der Slave-Version verfügbar, die systematisch an einen Master gebunden ist. Beim Kauf des Tools müssen Sie einen Partner auswählen, dem Sie vertrauen, und der dazu in der Lage ist, Ihre Dateien zu Motorkalibrierung zu verändern. Die vom Tool gelesene Datei wird verschlüsselt, und nur der von Ihnen ausgewählte Master kann diese entschlüsseln. Es ist somit wichtig, den Master sorgfältig auszuwählen, da nur er Ihre Daten ändern kann.
File Provider:
Es handelt sich um den Lieferanten der geänderten Dateien zur Motorkalibrierung. Er kann auch häufig Master für ein oder mehrere Tools sein.
BDM Frame / Positioning Frame:
Da es notwendig ist, ein Steuergerät im BOOT-Modus zu lesen, ist die Nutzung eines BDM Frames und eines Probes unabdingbar. Der Begriff „BDM Frame“ stammt daher, dass zur Zeit der Programmierung von Steuergeräten des Typs ME(D)9/EDC16 man über den BDM-Port auf das Steuergerät zugriff, bevor es den BOOT-Modus in der nächsten Generation (EDC17) gab. Der Frame ist eine Platte, häufig aus Metall, die eine Positionierung des Steuergeräts und einer Annäherung des Probes von oben zum Lesen des Steuergeräts (ECU) ermöglicht.
Probe:
Es handelt sich um ein Gerät, das auf den Kontakten des Steuergeräts befestigt wird, um es zu starten. Es gibt mehrere Typen, die den Steuergeräten Bosch MEDC17 und Valeo VD56 angepasst wurden.
Positioning Probes:
Häufig genügt die Sonde nicht, um das Steuergerät zu lesen, weshalb es notwendig ist, kleine Stifte, sogenannte „Positioning Probes“, an einigen Stellen des Steuergeräts zu befestigen, um es zu starten (zu booten). Somit müssen keine Schweißarbeiten am Steuergerät vorgenommen werden.
PCB:
Das PCB ist ein gedruckter Kreislauf. Wenn Sie die elektronische Karte von AutoTuner wechseln müssen, müssen Sie den Austausch des PCB im Shop auswählen.
Pinout:
Es handelt sich um den Namen, der die Lage der kleinen Drähte des Universal Cable (von AutoTuner geliefertes Kabel) an den verschiedenen Pins der ECU beschreibt.
ID:
Identifizierung eines Steuergeräts zur Überprüfung des Fahrzeuganschlusses, aber auch der richtigen Auswahl des Steuergeräts.
NR (Normal Read):
Es handelt sich um das tatsächliche Lesen der Daten des Steuergeräts (ECU) durch das Tool. Die Lesezeit variiert je nach Fahrzeugmodell und Steuergerät. Die erhaltenen Daten entsprechen somit den tatsächlich im Steuergerät zum Zeitpunkt des Lesens vorhandenen Daten.
VR (Virtual Read):
Einige Motorsteuergeräte können nicht gelesen werden, da der Hersteller keine Lesefunktion implementiert hat. In diesen Fällen werden die Ursprungsdaten des Steuergeräts über einen Server heruntergeladen. Dies bedeutet, dass Sie ein Programm erhalten, das immer noch das ursprüngliche Programm des Fahrzeugs ist, auch wenn es bearbeitet wurde. Wenn Sie ein tatsächliches Lesen des Steuergeräts benötigen (z.B. für eine Änderung oder für das Hinzufügen einer Option zu einer bestehenden Bearbeitung), muss die Bench- oder BOOT-Methode angewendet werden.
Flash Counter:
Dieser Zähler ist ein Mechanismus, der von einigen Herstellern verwendet wird, um festzustellen, wie oft das Steuergerät durch OBD-Diagnose geflasht worden ist.
CVN:
Die CVN resultiert aus der Berechnung aller Daten zur Überprüfung ihrer Vollständigkeit. Sie wird von einigen Herstellern verwendet, um festzustellen, ob es sich um ein Originalfahrzeug handelt, oder ob es elektronisch bearbeitet worden ist. Auch eine steigende Anzahl von Prüfzentren verwenden sie.
Full / Partial Read:
Eine vollständige Datei wird systematisch im Boot-Modus sowie mehrheitlich im Bench-Modus erhalten. Man spricht von teilweisen Lesen (Partial Read), wenn nur die Motorkalibrierung entnommen wird. In 95 % der Fälle reicht die Kalibrierung allein für eine Leistungsänderung aus. Ein vollständiges Lesen ist für das Klonen oder andere Veränderungen des Codes notwendig.
Back to Stock:
Es handelt sich um eine Wiederherstellung des Originalzustands des Fahrzeugs. In gewissen Fällen ermöglicht das Tool AutoTuner diesen Vorgang durch Wiederherstellung der ursprünglichen Motorkalibrierung des Fahrzeugs auf einem Server, wobei das Deflashen des Steuergeräts zur Wiederherstellung seines Ursprungszustands möglich ist. Dieser Vorgang wird als „Back to Stock" bezeichnet.
FRF:
Es handelt sich um eine Erweiterung der Datei mit Daten zur Aktualisierung der Motorkalibrierung des Herstellers VAG (Audi, VW, Seat, Skoda).
SGO:
Es handelt sich um eine Erweiterung der Datei mit Daten zur Aktualisierung der Motorkalibrierung des Herstellers VAG (Audi, VW, Seat, Skoda) für ältere Motoren.
PDX:
Es handelt sich um eine Erweiterung der Datei mit Daten zur Aktualisierung der Motorkalibrierung der Hersteller Porsche und Renault, um nur zwei von vielen zu nennen.
VBF:
Es handelt sich um eine Erweiterung der Datei mit Daten zur Aktualisierung der Motorkalibrierung des Herstellers Ford.
CFF:
Es handelt sich um eine Erweiterung der Datei mit Daten zur Aktualisierung der Motorkalibrierung des Herstellers Mercedes.
SMR-F:
Es handelt sich um eine Erweiterung der Datei mit Daten zur Aktualisierung der Motorkalibrierung des Herstellers Mercedes für aktuelle Fahrzeuge.
DSG:
Direct Shift Gearbox. Es handelt sich um ein Doppelkupplungsgetriebe von VAG.
ZF6/8:
ZF ist ein weiterer Getriebehersteller. Die Getriebe ZF6 besitzen 6 Gänge und die Getriebe ZF8 8 Gänge. Obwohl ZF auch Doppelkupplungsgetriebe (z.B. für Porsche) herstellt, sprechen wir von getrieben mit Drehmomentwandler, wenn wir von ZF6 oder ZF8 sprechen.
Stock File:
Es handelt sich einfach um die Ursprungsdatei.
TSW:
TSW bezeichnet den Servicemodus bei Bosch, der einen Bench-Zugang zu den Daten eines Motorsteuergeräts ermöglicht.
Clone:
Das „Klonen“ bezeichnet die Erstellung einer Kopie der Daten eines Steuergeräts zur Nutzung in einem anderen Steuergerät, z.B. zur Reparatur eines defekten Steuergeräts durch das Kopieren der Daten in ein neues oder gebrauchtes Steuergerät.
K-Line:
Wie das CAN ist K-Line eine in der Automobilindustrie verwendeten Norm zur Herstellung einer Kommunikation mit dem Motorsteuergerät. K-Line ist im Allgemeinen ein älteres und langsameres Protokoll.
CAN:
Das CAN (Controller Area Network) ist ein Kommunikationsprotokoll, das für Bosch in den achtziger Jahren ausgearbeitet wurde, und das in der Automobilindustrie eine Kommunikation mit dem Motorsteuergerät, z.B. zur Diagnose, möglich macht. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 1Mbit/s.
CANFD:
Wie bei dem CAN handelt es sich um ein neueres Kommunikationsprotokoll, das auf das CAN folgt und eine schnellere Geschwindigkeit von bis zu 8Mbit/s ermöglicht.
Enet:
Das Enet ist ein sehr schnelles Kommunikationsprotokoll (10Mbit/s) auf der Grundlage von TCP/IP. BMW hat es ab der F-Serie verstärkt eingesetzt, obwohl das Gateway auch eine Verwendung des CAN-Bus erlaubt.
ECU Label:
Es handelt sich einfach um die Etikette auf dem Motorsteuergerät.
VIN:
Es handelt sich um die einmal vergebene Identifikationsnummer des Fahrzeugs aus 17 Zeichen (FIN).
Tricore:
Obwohl man glauben könnte, dass es sich um einen Motor mit drei Cores handelt, ist es der Name eines Prozessors der Marke Infineon, der in den Steuergeräten des Typs MEDC17 zu finden ist.
Aurix:
Aurix ist der Nachfolger der Tricore-Palette. Es handelt sich um den Prozessor, der in den meisten ECUs des Typs Bosch MDG1 verwendet wird.
Dyno Mode:
Der Dyno Mode ermöglicht, bei einem Fahrzeug auf dem Prüfstand nicht die durch das ESP veränderte Leistung zu sehen.